
Wednesday, April 25, 2007
Der Energiepass ist vom Bundestag heute auf den Weg gebracht und ab 2008 müssen ca.
17 Millionen Wohnungen und Häuser auf ihre CO2 Emissionen hin überprüft und
saniert werden,
die dann ca. 400g CO2 Emission je Quadratmeter und Jahr nicht überschreiten
dürfen. Das hochkomplexe Werk unserer Referenten aus dem Wirtschafts- und
Verkehrsministerium, das wieder mal weit über die EU-Vorgabe hinausgeht
(schließlich sind WIR ja das Volk der Dichter und Denker, zumindest soweit es
sich in bare Münze und wirtschaftliches Wachstum ummünzen lässt), kann neben
allen wichtigen Informationen zu Gesetz und Verordnung auf den
EnEV-Seiten des Bundes eingesehen werden.
Damit einhergehend finden sich
natürlich gleich wieder eine Reihe von neuen Ordnungswidrigkeiten insbesondere
für die laufende Instandhaltung und Inspektionspflicht. Eigentum verpflichtet
halt- Die Überprüfung und Ausstellung des Energiepasses kann quasi durch jeden
erfolgen, der über die entsprechende fachliche Qualifikation verfügt, die sich
dann in einer Zertifizierung wieder spiegelt. Zur Aufgabe des Energieberaters gehört dann neben der Überprüfung des
Objektes und der Ausstellung eines Energiepasses auch die Erstellung eines
Sanierungsplans. Die Eigentümer sanierungsbedürftiger Häuser und Wohnungen wollen
natürlich auch frühzeitig über die bereitgestellten öffentlichen Förderprogramme
für die Sanierung von alten Wohnungen und Häusern informiert werden, wenn sie es
nicht selbst machen, oder Ihre Hausbank damit nerven wollen.
Um der Komplexität
des Themas bedarfs- oder verbrauchsorientierter Energieeffizienz Herr zu werden,
gibt es bereits eine Vielzahl von Messinstrumenten und Softwareprogrammen, die
einem die Arbeit mit der neuen Daten und Verordnungsflut abnimmt und die
wirtschaftlich lukrative Existenz eines Energieberaters sichert. Jeder kann dann quasi
zum zertifizierten Energieberater werden, und so ergeben sich schnell neue
Arbeitsfelder für Architekten, Ingenieure, Schornsteinfeger, Handwerker und dem Immobilienmakler. Und regelmäßige Inspektionen und Instandhaltungen schaffen eine nachhaltige Wertschöpfung. Und wer hat sich nicht über die regelmäßigen Besuche seines Schornsteinfegers gefreut?
Besonders interessant und lukrativ wird der Job des Energieberaters, wenn man gleich bei der Umsetzung der
Sanierungsmassnahmen mit anpackt und die benötigten Materialien und Anlagen
verkauft oder vermittelt. Den Baumärkten und Anbietern von Fenstern, Dächern und Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen sowie den Herstellern von Dämmstoffen stehen also rosigere Zeiten bevor. Die heute
kalkulierten Kosten für den Energiepass sind aufwandsabhängig, sollen bei 80 bis 240 Euro liegen und hängen im Wesentlichen davon ab, wie weit der Weg des Beraters zum überprüfenden Objekt ist und wie schnell und übersichtlich die benötigten Informationen seitens der Hauseigentümer bereitgestellt werden. Die Ausstellung eines Energiepasses kann auch ohne das persönliche Erscheinen des Energieberaters beim Objekt erfolgen,wenn alle geforderten Information über das Hausdach, die eingesetzten Dämmstoffe, die Fenster, Heizung und Kühlung etc bereitgestellt werden. Eine Übersicht der zertifizierten Energiepass-Aussteller findet sich z.B. auf den Seiten von
www.energiepass-aussteller-verzeichnis.de
Mehr Tipps und Links für Energieberater und Energieberatung
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