Nachdem die Kapitallebensversicherung und deren steuerliche Vorteile zurechtgestutzt wurde und die geplante Garantie-Rendite in den vergangenen schlechten Jahren nach unten angepasst ist, hat die Kapitallebensversicherung Ihren einstigen Glanz zur Vermögensbildung fürs Alter verloren.
Heute heisst es in Deutschland, Existenzminimum sichern und die Rente privat absichern statt Reich werden. Ein Kuhhandel zwischen Staat und Versicherungswirtschaft, die Rentenlüge und die Folge-Fehler langfristig zu vertuschen und die Verantwortung über die zukünftigen Renten gegen einen hohen Preis (niedrige Garantierendite) in die privaten Hände zu geben. Die legen dann das günstige Geld der Versicherten in Dax und Co an und erwirtschaften sich in den kommenden Jahren eine noch goldenere Nase.
Die Sicherheit kommt bei uns vermeindlich zuerst, nur wessen Sicherheit ist da gemeint. Im Gegensatz zu deutschen Gepflogenheiten ist bei den immer populärer werdenden britischen Lebensverischerungen das Risiko scheinbar höher, durch einen höheren Aktienanteil, aber es gibt mehr Transparenz, was die Verteilung der Erträge betrifft und letzlich geht der Erfolg jeder Geld-Anlage direkt oder indirekt mit der Entwicklung am Kapitalmarkt einher.
Bei uns hält man da allerdings unter dem Mantel der Risiko-Minimierung nach oben einen Deckel drauf und passt sofort nach unten an, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. In guten Jahren freuen sich die Aktionäre der Versicherungsgesellschaften besonders, und in schlechten Jahren werden die Leistungen auf Kosten der Beitragszahler angepasst.
Alles in allem ist das System bei uns nur noch zur Selbsterhaltung ausgelegt statt über den Nutzen des Kunden zum Erfolg zu gelangen.