Saturday, September 02, 2006

In Zeiten von Hartz IV, Steuererhöhungen und dann weiter ansteigenden Insolvenzen boomt der Markt für Sofortkredite

Wer dringend einen Kredit benötigt, eine negative Schufa hat oder der Bank keine Sicherheiten bieten kann, dem bleibt noch der Weg zu einem Kreditberater. Der kurzfristige Kredit ohne Schufa ist meist mit dem Abschluss langfristiger Verträge und der Zahlung eines im Verhältnis zum Kreditbetrag vermeintlich niedrigem Sofortbetrags verbunden, der zur Deckung der Kosten und Provisionen des freundlichen Beraters und seiner Freunde sowie für die ersten Rückzahlungs-Raten gedacht sein könnte.

Ein langfristiger Investment-Sparplan bildet meist die Grundlage für den Sanierungsplan. Was und worin investiert wird entscheidet natürlich der Geldgeber, also die Bank oder der Risikofinanzierer. Je nach dem welches Geschäft gerade leidet und besonderer Unterstützung bedarf ist da schon mal ein Bausparvertrag oder eine Riester-Rentenversicherung Bedingung. Wenn eine private Krankenversicherung oder ein Wechsel von der gesetzlichen Kasse ein Baustein des Sofortkredit ohne Schufa sein soll, dann kann ja sogar das Unangenehme mit dem Angenehmen verbunden werden und hat vielleicht mit den drohenden Aussichten durch die Gesundheitsreform zu tun. Selbstverständlich gehört eine teure und meist überflüssige Unfallversicherung mit hohem Krankentagegeld und besonders lukrativen Vermittler-Provisionen dazu.

Und schließlich lässt sich das umfangreiche Absicherungsprogramm mit einer Risikolebensversicherung krönen. Damit sind dann die Interessen klar aufgeteilt und die Unterschriften auf den Verträgen besiegeln meist längerfristige Partnerschaften, die teuer gepflegt werden wollen. Hat man ein bisschen Zeit sollte man unbedingt vergleichen und vielleicht mit einem eigenen Konzept direkt die passende Bank suchen um die teuren Vermittlungskosten für die meist überteuerten Ladenhüter der Versicherungsbranche zu sparen.

Wer dagegen Sicherheiten hat oder ausreichend Potential, den Kredit zur Zufriedenheit des Kreditgebers zurückzuzahlen, der kann bei schufafreien Kreditangeboten vergleichen und sogar noch sparen. Die Schufa kostet schliesslich Geld und wie Recherchen  von Panorama ergeben haben, sinkt mit jeder neuen Kredit-Anfrage einer Bank bei der Schufa das persönliche Rating, das Risiko erscheint höher und die Hausbank rechtfertigt so höhere Kreditkosten. Da quasi allen Banken diese Informationen auf Anfrage vorliegen, weis jeder sofort, welche Bank, welchen Kunden melkt. Vergleiche und mehrfache Schufa-Anfragen können Kreditkosten unabhängig von der Bonität des Kunden erhöhen und den Mittbewerb eingeschränken.

easycredit von der TeamBank
9/2/2006 9:09:57 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]Trackback
 Saturday, August 12, 2006

Je länger der Vertrag ist, den man abschließt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das es während der Laufzeit Veränderungen geben wird (Leben bedeutet nun mal Veränderung!), und sich die ursprünglich geplanten Rahmenbedingungen für den Lebensversicherungsvertrag entscheidend ändern.  Nur drei von vier Lebensversicherungs-Policen mit einer Laufzeit von 30 Jahren kommen laut  Deutscher Aktuarvereinigung durch, 75% brechen vorzeitig ab. Wenn der Vertrag dann nicht kostengünstig und flexibel geändert werden kann, gibt es meist Schmerzen. Kurze Verträge machen kleine Beulen, Lange Verträge machen teure Beulen.
Der Abschluss solcher langfristigen Kapital vernichtenden und
intransparenten Verträge ist hingegen ohne jedes Risiko für den Lebensversicherer. Der hat bereits von Anfang an die Kosten und Erträge der gesamten Vertragslaufzeit verplant und lässt darüber hinaus seine versicherten und versklavten Schäfchen  an den eigenen Fehlern und damit verbundenen Kosten dynamisch teilhaben. Gleichzeitig werden Gewinne, die aus neuen Geschäftsfeldern sprudeln, von den Aktionären schnellstmöglich außer Reichweite der auf Überschussbeteiligung hoffenden Beitragszahler gebracht (und des Fiskus). Schaut man sich die Entwicklung der Marktkapitalisierung in der Assekuranz an, wäre man da nicht besser Aktionär geworden!?
In einem Beitrag des Manager-Magazin, in dem der Verkauf der Kapitallebensversicherung als beste Alternative zum Ausstieg dargestellt wird, schimpft man auf die "Strukturvertriebe" der Versicherer, die Porsche und Ferrari träumenden  Drückerkolonnen, die auf ihrer Jagd nach Höchstprovisionen selbst der eigenen Oma noch einen Bausparvertrag abzocken würden. Will man dazugehören, muss man etwas mitbringen und teilen was man hat. Das war schon auf dem Schulhof in der Grundschule nicht anders. Von jedem Euro der Oma bleibt dann nicht mehr viel übrig. Aber wer hat den Lebensversicherungen letztendlich zum Erfolg verholfen?
Der Gesetzgeber hat mit seiner damaligen Versicherer freundlichen Steuerpolitik die Melklizenz des Jahrhunderts überhaupt erst ermöglicht, die Kälber wurden mit Steuerversprechen motiviert, sich ihre Schlächter selbst auszusuchen um diesen dann den Markt zu überlassen. Längerfristige Subventionen (=Korruption auf höchster Ebene) versauen jeden Markt! (s. Gesundheit, Immobilien, Energie, Telecom..)
Heute feilschen Verbraucherverbände, Juristen und Gerichte nun mit den Versicherungsgesellschaften um die Folgen dieser Fehlentwicklung, den Schaden für die Kunden zumindest zu mildern. Die Undurchsichtigkeit bei den Finanzen, den Kosten und Überschussbeteiligungen, und das anrüchige Verhalten der Versicherer bei der Berechnung von Rückkaufswert und Stornokosten sind einige Ansatzpunkte. Nur mit der nötigen Transparenz lassen sich Lebensversicherungen vergleichen. Ein Urteil des BGH vom Dezember 2005 zu unwirksamen Klauseln bei der Berechnung des Rückkaufwertes
hat bereits einiges ins Rollen gebracht und lässt weitere Korrekturen und Klagen erwarten, wie auf den Seiten der Stiftung-Warentest zu lesen ist.


easycredit von der TeamBank
8/12/2006 4:01:54 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]Trackback
 Friday, June 30, 2006

Der Steuerbonus schwindet nach und nach und Hartz IV lässt grüßen. Das jüngste Urteil zu den hohen Stornokosten und dem niedrigem Rückkaufswert bei der Kündigung der Lebensversicherung zeigt auf, dass die Versicherungsgesellschaften nicht von selbst kundenorientiert handeln und jede sich bietende Gelegenheit zur (rechtswidrigen) Abzocke seiner Kunden nutzen. So etwas kann sich nur leisten, wer ein Monopol besitzt oder den Wettbewerb quasi ausgeschlossen hat und in einem schrumpfenden Markt noch möglichst viel Kasse machen will. Die Produkte der Gesellschaften sind für den Laien quasi nicht vergleichbar. Vergleichbar ist nur das  Verhalten der Gesellschaften gegenüber seinen Kunden und vergleichbarer sollten die Kosten werden, die während der Vertragslaufzeit anfallen können, denn das ist oft das sinnvollste Vergleichskriterium. Vor dem Abschluss einer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung sollte man sich unbedingt einen vergleichbaren Fondsparplan von seiner Bank erklären lassen. Die aktuell niedrige Mindestverzinsung, die eine Rentenversicherung leisten muss, die Kosten und Steuervorteile stellen nicht mehr viel Gewinn in Aussicht. Langfristige und unflexible Verträge sollten vermieden werden.

easycredit von der TeamBank
6/30/2006 4:26:50 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]Trackback
 Friday, June 02, 2006

Die wirtschaftliche Rezession der letzten Jahre hinterlässt weiterhin ihre Spuren und so ist es keine Besonderheit, wenn das vorzeitige Versilbern der Kapitallebensversicherung als eine der letzten Maßnahmen zur Konsolidierung der persönlichen Finanzen häufiger in Erwägung gezogen wird.
Die Auszahlung des niedrigen Rückkaufwertes nach einer Kündigung ist sicher eine der Lieblingsbeschäftigungen der Versicherer, weil hier vorzeitig alle möglichen Kosten, die während der Laufzeit angefallen wären eingerechnet und eingehalten werden können und die Auszahlung verringern. Das ist für die, die ihre Lebensversicherungen zu Geld machen wollen der bequemste aber wohl auch teuerste Weg.
Die Beitragsfreistellung der Lebensversicherung, also das Aussetzen der Beitragszahlungen, ist als Möglichkeit da in Erwägung zu ziehen, wo die Einsparung der laufenden Beiträge schon genug Erleichterung verschafft. Die bösen Kündigungskosten fallen nicht auf einmal an und das vorhandene Geld kann in den Händen der Versicherung weiter wachsen und neben den laufenden Kosten der Versicherung (für den Gesamtvertrag) auch noch für eine Rendite sorgen. Diese Berechnungen sollten auf jeden fall von der Versicherung eingeholt werden.
Ist man auf das gesparte Lebensversicherungs-Vermögen kurzfristig angewiesen, bleibt neben dem Rückkauf noch die Beleihung durch einen Kredit von der Hausbank. Die Zinsen sind zur Zeit niedrig und die Wachstums- und Gewinnaussichten für die kommenden Jahre scheinen gut. Mit den Berechnungen der Versicherung lohnt sich so sicherlich ein Gespräch hierzu mit dem Kundenberater der Hausbank. Wenn einem das zuviel ist, dann nimmt einem vielleicht ein Finanzdienstleister wie "Cashlife" diese Arbeit ab, kauft den Vertrag (..wenn er mindestens € 5000,- Wert ist, nicht länger als 15 Jahre Restlaufzeit hat, keine fondgebundene Lebensversicherung usw..), beleiht ihn zu günstigsten Konditionen und behält natürlich einen Teil ein.

6/2/2006 7:52:27 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]Trackback
 Monday, March 27, 2006

Nachdem die Kapitallebensversicherung und deren steuerliche Vorteile zurechtgestutzt wurde und die geplante Garantie-Rendite in den vergangenen schlechten Jahren nach unten angepasst ist, hat die Kapitallebensversicherung Ihren einstigen Glanz zur Vermögensbildung fürs Alter verloren.
Heute heisst es in Deutschland, Existenzminimum sichern und die Rente privat absichern statt Reich werden. Ein Kuhhandel zwischen Staat und Versicherungswirtschaft, die Rentenlüge und die Folge-Fehler langfristig zu vertuschen und die Verantwortung über die zukünftigen Renten gegen einen hohen Preis (niedrige Garantierendite) in die privaten Hände zu geben. Die legen dann das günstige Geld der Versicherten in Dax und Co an und erwirtschaften sich in den kommenden Jahren eine noch goldenere Nase.
Die Sicherheit kommt bei uns vermeindlich zuerst, nur wessen Sicherheit ist da gemeint. Im Gegensatz zu deutschen Gepflogenheiten ist bei den immer populärer werdenden britischen Lebensverischerungen das Risiko scheinbar höher, durch einen höheren Aktienanteil, aber es gibt mehr Transparenz, was die Verteilung der Erträge betrifft und letzlich geht der Erfolg jeder Geld-Anlage direkt oder indirekt mit der Entwicklung am Kapitalmarkt einher.
Bei uns hält man da allerdings unter dem Mantel der Risiko-Minimierung nach oben einen Deckel drauf und passt sofort nach unten an, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. In guten Jahren freuen sich die Aktionäre der Versicherungsgesellschaften besonders, und in schlechten Jahren werden die Leistungen auf Kosten der Beitragszahler angepasst.
Alles in allem ist das System bei uns nur noch zur Selbsterhaltung ausgelegt statt über den Nutzen des Kunden zum Erfolg zu gelangen.

 

3/27/2006 2:58:02 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]Trackback